Gigantischer Wasserstoff LKW vor dem Praxistest

Das US-amerikanische Start-up-Unternehmen Hyzon Motors plant Großes: Es wird demnächst einen riesigen LKW mit Wasserstoffantrieb auf die Straße bringen. Diese Pläne könnten das Transportwesen revolutionieren – erfahren Sie hier mehr:

Ein wasserstoffbetriebener Roadtrain – eine realistische Alternative für das Transportwesen?

Bei dem Hyzon-LKW handelt es sich um einen sogenannten Roadtrain. Dieser besteht aus einer leistungsstarken Zugmaschine und drei bis vier Anhängern. Insgesamt bringt ein solches Gespann ein Gewicht von bis zu 140 Tonnen auf die Waage. Derartige LKW bewähren sich in Ländern mit großer Fläche. Beispielsweise wie in den USA oder Kanada, um Güter in weit entlegene, dünn besiedelte Regionen zu bringen.

In den Super-LKW will man nach Angaben von Hyzon Motors ein Brennstoffaggregat mit 370 Kilowatt einbauen. Die ersten dieser Lastwagen werden übrigens bereits im nächsten Jahr ausgeliefert und dann auf Australiens Straßen fahren. Neben LKWS baut Hyzon Motors auch Busse mit Wasserstoffantrieb, die noch 2020 auf den Markt kommen sollen.

Engpassfaktor Wasserstoff

Einige Experten äußersten allerdings Zweifel, ob sich die ehrgeizigen Pläne des Start-ups tatsächlich im angestrebten Zeitrahmen umsetzen lassen. Denn Hyzon Motors verfügt über keinerlei Erfahrung im Bau von Fahrzeugen. Hinzu kommt ein Problem, mit dem sogar renommierte Autobauer, wie zum Beispiel BMW, zu kämpfen haben. Denn umweltfreundlich produzierter, grüner Wasserstoff ist gegenwärtig Mangelware. Aufgrund der Knappheit ist Wasserstoff zurzeit relativ teuer. Diese Tatsache schränkt die Möglichkeit ein, mit dem ökologischen Kraftstoff betriebene LKWs in großem Umfang im Transportwesen zu betreiben.

Gehört den Wasserstoff-LKW die Zukunft im Transportwesen?

Doch es besteht Anlass zur Hoffnung. Eine Studie des renommierten Consulting-Unternehmens McKinsey belegt, dass die Verfügbarkeit für grünen Wasserstoff in den nächsten Jahren stark steigen dürfte. Damit wird aller Voraussicht nach ein Preisrückgang auf breiter Front verbunden sein. Konkret veröffentlichte die Unternehmensberatung eine Prognose, der zu Folge Brennstoffzellen-Antriebe bereits im Jahre 2025 genauso günstig sein könnten wie elektrische Akkus für LKW. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass Wasserstofftanks sich in der Größe wesentlich leichter anpassen und in LKWs unterbringen lassen als Elektro-Akkus. Nach weiteren fünf Jahren wäre nach den Berechnungen von McKinsey diese umweltfreundliche Antriebsart sogar preiswerter als konventionelle Dieselmotoren.

Fazit: Es bleibt spannend!

Wer die Entwicklungen im Transportwesen beobachtet, ist neugierig, ob und in welchem Zeitraum sich Brennstoffzellen durchsetzen. Auch wenn hierzulande wahrscheinlich keine Roadtrains auf den Straßen rollen, stellen kleinere LKWs mit diesem klima- und umweltfreundlichen Antrieb eine wünschenswerte Lösung dar.

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